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La Palma – Insel des Ankommens, Erkennens, der Transformation, der Heilung, der Verbindung und des Seins

  • Autorenbild: Simon Gehringer
    Simon Gehringer
  • 22. Mai
  • 7 Min. Lesezeit

Es gibt Orte, die man besucht.

Und es gibt Orte, die einen selbst besuchen.


La Palma gehört für mich zu diesen Orten.


Diese Insel begegnet mir wie ein lebendiges Wesen. Sie zeigt sich kraftvoll, rau, zärtlich, still, wild, weit und voller Zeichen. Sie führt durch äußere Landschaften und öffnet dabei innere Räume. Mit jedem Weg, jedem Blick zum Meer, jedem Atemzug in den Kiefern, jedem Lavastein unter den Füßen beginnt etwas in mir zu schwingen, das tiefer reicht als ein schöner Urlaubsmoment.


La Palma ist für mich eine Insel des Ankommens.

Eine Insel des Erkennens.

Eine Insel der Transformation.

Eine Insel der Heilung.

Eine Insel der Verbindung.

Eine Insel des Seins.


Und je länger ich hier bin, desto mehr erlebe ich die Insel wie eine lebendige Chakren-Landschaft. Nicht als Theorie. Nicht als spirituelles Konzept. Sondern als unmittelbare Erfahrung: Erde, Wasser, Feuer, Luft, Duft, Licht, Tiere, Weite, Stille und Bewegung sprechen auf ihre ganz eigene Weise zum Körper, zum Herzen und zur Seele.


Die lebendige Natur – Wurzelchakra


Das Wurzelchakra ist der Raum des Ankommens.


Auf La Palma beginnt dieses Ankommen mit der Erde selbst. Mit Wegen, Felsen, Wurzeln, Steinen, Hängen, Schluchten, Lavafeldern und Wäldern. Alles wirkt ursprünglich. Alles erzählt von Halt, Wachstum und Kraft.


Besonders die Kiefern berühren diesen Raum auf eine ganz eigene Weise. Ihr Duft liegt in der Luft wie eine stille Erinnerung an Heimat. Harzig, warm, klar, erdig und zugleich lichtvoll. Wenn man durch die Kiefernwälder geht, scheint der Körper tiefer zu atmen. Die Füße finden leichter den Boden. Der Kopf wird stiller. Etwas in einem sagt:

Ich bin hier. Ich darf hier sein. Das Leben trägt mich.


Die Kiefern stehen da, verwurzelt und aufgerichtet, dem Wind ausgesetzt und doch voller Würde. Sie verbinden Erde und Himmel in einer einfachen Selbstverständlichkeit. Ihre Nadeln fangen das Licht, ihre Stämme tragen die Zeit, ihr Duft öffnet eine Erinnerung an das Ursprüngliche.


Das Wurzelchakra wird hier zu einer körperlichen Erfahrung:

Ankommen im Schritt.

Ankommen im Atem.

Ankommen im eigenen Dasein.


La Palma sagt hier:

Vertraue dem Boden. Vertraue deinem Körper. Vertraue dem Leben, das dich trägt.


Die Delfine – Sakralchakra


Das Sakralchakra ist der Raum der Lebensfreude, der Emotionen, der Bewegung und des fließenden Miteinanders.


Die Delfine verkörpern diese Energie auf fast vollkommene Weise. Sie leben im Wasser, in der Tiefe und im Spiel. Sie tauchen auf, springen, gleiten, verschwinden wieder und erscheinen erneut. Ihre Gegenwart hat etwas Verspieltes, Freies, Unmittelbares. Sie erinnern daran, dass Freude kein Luxus ist. Freude ist Lebenskraft.


Delfine bewegen sich miteinander. Sie scheinen das Leben zu tanzen. Sie zeigen, dass Tiefe und Leichtigkeit zusammengehören. Dass man fühlen, sich bewegen, berühren lassen und dennoch frei bleiben kann.


Im Sakralchakra begegnet uns die Frage:

Erlaube ich mir, das Leben zu genießen?

Erlaube ich mir, zu fühlen?

Erlaube ich mir, mich vom Leben bewegen zu lassen?


Die Delfine antworten mit ihrem ganzen Sein:

Ja. Spiel. Fühle. Fließe. Tauche ein. Komm wieder hervor. Das Leben will durch dich tanzen.


Der Vulkan – Solarplexuschakra


Das Solarplexuschakra ist der Raum der Kraft, der Ausrichtung, des Mutes und der schöpferischen Gestaltung.


Auf La Palma wird diese Energie durch den Vulkan spürbar. Der Vulkan ist rohe Schöpferkraft. Er zeigt, dass Leben aus Druck, Feuer, Bewegung und Umwandlung neue Formen hervorbringen kann. Lava fließt, erstarrt, wird Land. Was eben noch glühende Bewegung war, wird später Boden für neues Leben.


Diese Kraft ist gewaltig. Sie hat nichts Beliebiges. Sie ist klar, intensiv und ursprünglich. Der Vulkan erinnert an die eigene innere Feuerkraft: an den Willen zu leben, zu gestalten, zu verwandeln, aufzustehen und der eigenen Wahrheit Form zu geben.


Im Solarplexus entsteht der Satz:

Ich wirke. Ich gestalte. Ich bringe meine Kraft in die Welt.


Der Vulkan zeigt dabei eine tiefe Weisheit: Transformation ist ein schöpferischer Prozess. Alte Formen werden durch Bewegung gewandelt. Neue Landschaften entstehen. Im Außen wie im Inneren.


La Palma sagt hier:

Deine Kraft darf sichtbar werden. Dein Feuer darf Leben erschaffen. Deine Wandlung darf fruchtbarer Boden werden.


Der Ozean – Herzchakra


Das Herzchakra ist der Raum der Weite, der Liebe, der Verbindung und des Mitgefühls.


Der Ozean vor La Palma trägt genau diese Qualität. Er ist weit, mächtig, tief und lebendig. Er bewegt sich unaufhörlich und bleibt doch in seiner großen Gegenwart ganz bei sich. Seine Wellen kommen und gehen. Seine Tiefe bleibt.


Am Meer wird das Herz größer. Der Blick weitet sich. Die Gedanken verlieren ihre Enge. Man steht vor dieser unermesslichen Wasserfläche und spürt: Das Leben ist größer als die eigenen Geschichten. Größer als Sorgen, Pläne, Rollen und alte Begrenzungen.


Der Ozean hat eine besondere Kraft. Er nimmt nichts persönlich. Er kommt. Er geht. Er trägt. Er formt. Er löst. Er verbindet Küsten, Kontinente, Wetter, Lebewesen, Erinnerungen und Sehnsüchte.


Im Herzchakra entsteht der Satz:

Ich öffne mich. Ich verbinde mich. Ich liebe.


Der Ozean lehrt Liebe als Weite.

Liebe als Raum.

Liebe als Kraft, die trägt.

Liebe als Bewegung, die immer wieder ankommt.


La Palma sagt hier:

Dein Herz ist weiter, als du denkst. Deine Liebe ist tiefer, als du weißt. Deine Verbindung zum Leben ist immer da.


Die Falken – Kehlchakra


Das Kehlchakra ist der Raum des Ausdrucks, der Stimme, der Resonanz und der Botschaft.


Die Falken, die mich hier begleiten, wirken wie Zeichen aus der Höhe. Sie kreisen, gleiten, rufen, erscheinen genau im richtigen Moment und öffnen den Blick nach oben. Für mich stehen sie für Wunder. Für jene feinen Augenblicke, in denen das Leben antwortet, ohne viele Worte zu brauchen.


Der Falke sieht aus der Höhe. Er verbindet Überblick und Präzision. Er bewegt sich im Wind, vertraut den Strömungen und bleibt zugleich ganz wach. Sein Ruf trägt durch den Raum. Er erinnert daran, dass Ausdruck mehr ist als Sprechen. Auch Präsenz spricht. Auch Bewegung spricht. Auch ein Zeichen am Himmel kann eine Botschaft sein.


Im Kehlchakra entsteht der Satz:

Ich drücke mein Wesen aus. Ich gebe meiner inneren Wahrheit Klang. Ich werde sichtbar und hörbar im Leben.


Die Falken zeigen eine freie Form des Ausdrucks: klar, wach, leicht, würdevoll. Sie laden dazu ein, der eigenen Stimme zu vertrauen. Dem eigenen Ruf. Der eigenen Botschaft.


La Palma sagt hier:

Sprich aus deinem Inneren. Lass dein Leben klingen. Vertraue den Wundern, die durch dich Ausdruck suchen.


Hummeln und Schmetterlinge – Stirnchakra


Das Stirnchakra ist der Raum der inneren Wahrnehmung, der feinen Zeichen, der Intuition und des Erkennens.


Hummeln und Schmetterlinge bringen diesen Raum auf eine überraschend leichte und zarte Weise zum Schwingen. Schmetterlinge stehen für Wandlung, Schönheit und mühelose Bewegung. Sie erinnern daran, dass Transformation auch anmutig sein kann. Dass aus Rückzug, Wandlung und Stille neue Leichtigkeit hervorgeht.


Hummeln tragen eine andere Art von Zauber. Sie wirken fast ein wenig unmöglich und sind doch ganz im Leben. Rund, summend, zielgerichtet, freundlich beschäftigt. Ihr Summen hat etwas Erdnahes und gleichzeitig Feines. Sie folgen Blüten, Düften, Farben und unsichtbaren Spuren.


Gemeinsam öffnen Hummeln und Schmetterlinge eine Qualität des Stirnchakras, die sehr menschennah ist: Intuition muss nicht schwer, abgehoben oder geheimnisvoll wirken. Sie kann leicht sein. Spielerisch. Summend. Flatternd. Zart. Schön.


Im Stirnchakra entsteht der Satz:

Ich erkenne. Ich nehme feiner wahr. Ich vertraue den Zeichen des Lebens.


La Palma sagt hier:

Achte auf das Kleine. Achte auf das Leichte. Achte auf das, was dich sanft berührt. Darin zeigt sich oft die tiefste Führung.


Die Sonne – Kronenchakra


Das Kronenchakra ist der Raum des Bewusstseins, der Verbindung mit dem Ganzen, des Lichts und des Seins.


Die Sonne über La Palma wirkt wie ein großes, stilles Segensfeld. Sie strahlt über Ozean, Berge, Lava, Wälder, Häuser, Menschen, Tiere und Wege. Sie macht keinen Unterschied. Sie verschenkt sich. Jeden Tag neu.


Im Licht der Sonne wird die ganze Insel sichtbar. Farben erwachen. Schatten zeigen Formen. Wärme durchdringt den Körper. Der Himmel öffnet sich. Man spürt: Leben ist Licht in Form. Bewusstsein ist Gegenwart. Sein ist bereits da.


Im Kronenchakra entsteht der Satz:

Ich bin verbunden. Ich öffne mich dem Licht. Ich bin Teil des großen Ganzen.


Die Sonne erinnert an eine einfache Wahrheit: Das Leben strahlt. Es strahlt durch alles hindurch. Durch die Kiefern, die Delfine, den Vulkan, den Ozean, die Falken, die Hummeln, die Schmetterlinge und durch den Menschen, der innehält und erkennt.


La Palma sagt hier:

Du bist Licht im Leben. Du bist Leben im Licht. Du bist verbunden mit allem, was ist.


Die Insel als innerer Weg


So wird La Palma für mich zu einer Insel der sieben inneren Räume.


Die Natur und die Kiefern führen ins Ankommen.

Die Delfine öffnen die Freude.

Der Vulkan entfacht die Schöpferkraft.

Der Ozean weitet das Herz.

Die Falken rufen den Ausdruck des Wunders.

Hummeln und Schmetterlinge verfeinern die Wahrnehmung.

Die Sonne erinnert an das große Sein.


Alles auf dieser Insel scheint miteinander zu sprechen. Die Rauheit und die Sanftheit. Das Entstehen und Vergehen. Die Anstrengung und die Erholung. Das Entdecken im Außen und das Finden im Inneren.


Vielleicht liegt genau darin die heilende Kraft dieser Insel: Sie zeigt das Leben vollständig. Sie zeigt seine Schönheit und seine Macht. Seine Vergänglichkeit und seine schöpferische Fülle. Seine Stille und seine Bewegung. Seine Erde und sein Licht.


Und irgendwann merkt man:

Man schaut nicht mehr nur auf eine Landschaft.

Man erkennt sich selbst in ihr.


Die Kiefer erinnert an die eigene Verwurzelung.

Der Delfin an die eigene Freude.

Der Vulkan an die eigene Kraft.

Der Ozean an das eigene Herz.

Der Falke an die eigene Stimme.

Der Schmetterling an die eigene Wandlung.

Die Sonne an das eigene Leuchten.


Ankommen, Erkennen, Transformation, Heilung, Verbindung und Sein


La Palma lädt ein, tiefer anzukommen.

Im Körper.

Im Atem.

Im Herzen.

Im Leben.


Sie lädt ein, zu erkennen.

Dass Wandlung natürlich ist.

Dass Heilung oft mit Rückverbindung beginnt.

Dass äußere Landschaften innere Räume öffnen können.

Dass das Leben ständig spricht, wenn wir wieder lauschen.


Sie lädt ein, Transformation als schöpferische Bewegung zu erleben. Nicht als Bruch, sondern als Geburt neuer Landschaften. Lava wird Erde. Schmerz wird Tiefe. Erfahrung wird Weisheit. Bewegung wird Gestalt.


Sie lädt ein, Heilung als Erinnerung zu verstehen. Erinnerung daran, dass wir getragen sind. Dass Freude in uns lebt. Dass Kraft durch uns wirken darf. Dass das Herz weit bleibt. Dass unsere Stimme einen Platz hat. Dass Intuition uns begleitet. Dass Licht durch alles scheint.


Sie lädt ein zur Verbindung.

Mit der Erde.

Mit dem Wasser.

Mit dem Feuer.

Mit der Luft.

Mit den Tieren.

Mit den Pflanzen.

Mit der Sonne.

Mit dem eigenen Inneren.

Mit dem großen Ganzen.


Und am Ende lädt sie ein zum Sein.


Einfach da sein.

Atmen.

Schauen.

Spüren.

Dankbar werden.


Vielleicht ist das die tiefste Botschaft dieser Insel:


Du musst das Leben nicht erst erreichen.

Du bist längst mitten darin.

Du bist Teil seiner Schönheit.

Teil seiner Wandlung.

Teil seiner Liebe.

Teil seines Lichts.


La Palma erinnert mich daran, dass Schöpfung kein vergangener Mythos ist.

Sie geschieht jetzt.

In jedem Atemzug.

In jeder Welle.

In jedem Duft der Kiefern.

In jedem Falkenflug.

In jedem Summen.

In jedem Sonnenstrahl.

In jedem Menschen, der still wird und erkennt:


Ich bin angekommen.

Ich erkenne.

Ich verwandle mich.

Ich heile.

Ich verbinde mich.

Ich bin.

 
 
 

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1 Kommentar

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Daniel
23. Mai
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Sanft mit Tiefgang und inspirierend, danke Dir mein lieber 🙏🏽✨🌹

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© Dezember 2025 von Simon Gehringer
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