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Ernährung als Weg der Liebe – drei Schritte zurück in die Verbindung

  • Autorenbild: Simon Gehringer
    Simon Gehringer
  • 14. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Viele Menschen fragen sich heute, was sie essen sollen. Wenig Fett oder viel? Kohlenhydrate oder nicht? Vegan, vegetarisch, intuitiv?

Doch vielleicht liegt die eigentliche Kraft nicht zuerst im Was, sondern im Wie.

In den letzten Tagen hat sich für mich – ganz organisch – ein dreistufiger Weg gezeigt. Kein Konzept, kein Plan. Sondern eine Erfahrung, die sich aus Fasten, bewusstem Essen und innerem Lauschen ergeben hat.

Diese drei Schritte möchte ich hier teilen.Nicht als Regelwerk, sondern als Einladung.


1. Dankbarkeit – gesund essen beginnt nicht auf dem Teller

Der erste Schritt ist überraschend schlicht:

Du willst gesund essen? Dann iss dankbar.

Dankbar dafür, dass das, was jetzt vor dir liegt, dich nährt. Dankbar dafür, dass es Teil von dir werden darf. Dankbar für Mutter Erde, für die Pflanzen, für die Samen, aus denen alles gewachsen ist. Dankbar für die Menschen, die gesät, gepflegt, geerntet, transportiert, gekocht haben. Und ja – sogar für all die Technik, die es möglich macht, dass dieses Essen jetzt auf deinem Teller liegt.

Wenn wir innehalten und dankbar schauen, essen wir nicht mehr „irgendetwas“.

Wir treten in Beziehung. Wir beginnen zu spüren, dass Nahrung nicht nur Kalorien ist, sondern ein Geschenk, das durch viele Hände und Wege zu uns gefunden hat.

Dankbarkeit verändert nichts am Essen – aber sie verändert uns.


2. Beziehung – was Teil von mir wird, wähle ich bewusst

Aus Dankbarkeit wächst etwas sehr Natürliches: Beziehung.

Ich erkenne: Das, was ich esse, wird Teil von mir. Es verteilt sich in meinem Körper, nährt Zellen, Gedanken, Bewegungen.

Und ich kann innerlich sagen:

Danke, dass ihr Teil von mir werdet.

Ihr Pflanzen. Ihr Geschenke von Mutter Erde. Ihr Früchte von Fürsorge, Arbeit und Zeit.

In diesem Moment wird Essen persönlich. Nicht emotional überhöht – sondern still und klar.

Und mit dieser Beziehung kommt eine neue Freiheit:

Ich darf wählen, was ich Teil von mir werden lasse.

Nicht aus Angst. Nicht aus Verzicht. Sondern aus Achtung vor mir selbst.

Diese Erkenntnis gilt nicht nur für Nahrung. Sie gilt für Gedanken, Medien, Gespräche, Gewohnheiten.

Bewusst essen wird so zu einem Training für bewusste Lebensführung.


3. Bewusstsein – meine Aufmerksamkeit ist meine Superkraft

Der dritte Schritt weitet den Raum.

Durch Dankbarkeit und Beziehung wird mir bewusst, wie sehr ich meine Aufmerksamkeit lenken kann.

Manchmal stellt Dankbarkeit keine Fragen mehr. Sie ist einfach da.

Und manchmal frage ich mich bewusst: Wofür kann ich hierfür dankbar sein?

Diese Frage öffnet einen neuen Wahrnehmungsraum – egal, wo ich mich befinde.

In meiner Wohnung. In der Natur.Oder mitten in der Stadt, auf einer lauten Straße.

Ich beginne zu entdecken, wo überall Lebendigkeit ist.

In einer Blume, die Schönheit ausstrahlt. In einem Baum, dessen Standhaftigkeit ich spüre, dessen Wurzeln tief in Mutter Erde greifen, während seine Blätter das Sonnenlicht aufnehmen und weiterleiten.

Ich kann mir vorstellen, wie alles fließt, strömt, verbunden ist. Wie Leben Leben anzieht. Wie Freude, Bewegung und Harmonie entstehen.

Und ich erkenne:

Ich bin nicht der Weltausgeliefert und wie sie mir begegnet.

Ich entscheide, wie ich sie wahrnehme.

Meine Aufmerksamkeit ist meine Superkraft.

Diese Erkenntnis – so still sie ist –begann bei einem dankbaren Essen.


Ein stilles Fazit

Ernährung kann viel mehr sein als richtig oder falsch. Sie kann ein Weg zurück in die Verbindung sein. Dankbarkeit öffnet. Beziehung vertieft. Bewusstsein weitet.

Vielleicht beginnt genau hierein neuer, liebevoller Umgang mit dir selbst –und mit dem Leben.

 
 
 

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© Dezember 2025 von Simon Gehringer
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